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19. Brandenburgischer Kunstpreis der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg wurde am 14. August 2022 verliehen


Bild zur Meldung: Schloss Neuhardenberg, Foto: Matthias Lubisch



Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke (SPD), wurde heute auf Schloss Neuhardenberg zum 19. Mal der Brandenburgische Kunstpreis verliehen. Der gemeinsam von der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg ausgelobte und von einer Jury vergebene Preis würdigt das vielseitige brandenburgische Kunstschaffen in den Kategorien Malerei, Grafik, Plastik/Installation und Fotografie. Mit dem Ehrenpreis des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg für das Lebenswerk und dem Nachwuchsförderpreis für Bildende Kunst der brandenburgischen Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Manja Schüle (SPD), wurden zudem zwei Sonderpreise vergeben.

Der Kunstpreis und die Verleihungsveranstaltung sind längst eine Institution und ein fester Bestandteil des Brandenburgischen Kulturkalenders. Etwas Vertrautes, etwas Beständiges, und das in Zeiten, die sicherlich nicht normal sind. Mein großer Dank gilt der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg für diesen Preis und selbstverständlich allen weiteren Unterstützern wie der Ostdeutschen Sparkassenstiftung“, sagte der brandenburgische Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke anlässlich der Preisverleihung.

Kunst kann in alle Zeiten hineinwirken. Und wenn sie auf Widrigkeiten trifft, gibt sie eben auch auf diese die passenden Antworten. Gerade der Brandenburgische Kunstpreis mit seiner hier in der Ausstellungshalle gezeigten Auswahl an Arbeiten aus dem vergangenen Jahr beweist vielfach die Relevanz der Kunst in bewegter Zeit – eine Relevanz, die sich nur verwirklichen kann, wenn die Arbeiten auch öffentlich zu sehen sind“, sagte Dr. Heike Kramer, Generalbevollmächtigte der Stiftung Schloss Neuhardenberg.

In diesem Jahr erhielt der in Altfriedland und Berlin lebende Maler Fritz Bornstück (geb. 1982) den Preis in der Kategorie Malerei mit seiner Arbeit Silencer. In der Kategorie Grafik überzeugte Daniel Becker (geb. 1980) von der Kunstgalerie Altes Rathaus in Fürstenwalde die Jury mit seiner sechsteiligen Arbeit Niemand. In der Kategorie Plastik/Installation gewann die 1976 in Hennigsdorf geborene Ilka Raupach mit ihren aus Walnussholz geschnitzten Skulpturen Als alle Knospen sprangen. Der seit 2018 von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gestiftete Preis in der Kategorie Fotografie geht diesmal an Micha Winkler (geb. 1958) aus Elisenau bei Ahrensfelde für sein Werk Maritimes, das er in Cornwall mit einer selbst gebauten Lochkamera fotografierte.

Den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg für ihr Lebenswerk erhält in die 1947 in Treuenbrietzen geborene und in Altlangsow lebende Bildhauerin Sylvia Hagen. Der Nachwuchsförderpreis für Bildende Kunst des Landes Brandenburg geht an den 1992 in Potsdam geborenen Bildhauer, Maler, Grafiker und Videokünstler Julius Anger.

An der Ausschreibung zum Kunstpreis hatten sich in diesem Jahr rund 300 Künstlerinnen und Künstler beteiligt. Eine Vorjury hat daraus 72 Positionen ausgewählt, die neben weiteren Werken der Preisträger noch bis 21. August in der Ausstellungshalle auf Schloss Neuhardenberg zu sehen sind.

Eintritt € 5,- / ermäßigt € 3,-
Öffnungszeiten: Di bis So, Feiertage 11–18 Uhr

 

 

 

Kurzbiografien der ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler:

Fritz Bornstück, Preis für Malerei

Malerei, Keramik; lebt und arbeitet in Berlin und Altfriedland

1982 in Weilburg an der Lahn geboren

2003 Studium der Mathematik und der Philosophie an der Johannes Gutenberg Universität Mainz; Studium der Bildenden Kunst bei Friedemann Hahn in Mainz

2005 Studium der freien Kunst an der Universität der Künste (UdK) Berlin bei Leiko Ikemura

2006 Student bei Björn Dahlem

2009 Meisterschüler von Thomas Zipp

2010–2012 Postgraduiertenstudium am Künstlerinstitut De Ateliers in Amsterdam/Niederlande

Mitglied des Vereins Langes Haus Altfriedland

 

Daniel Becker, Preis für Grafik

Grafik, Malerei; lebt und arbeitet in Fürstenwalde (Spree)

1980 in Rüdersdorf geboren

2003–2005 Ausbildung zum Grafikdesigner an der Beruflichen Schule Hangelsberg

2005–2008 Grafikdesign-Studium an der Fachhochschule Potsdam

seit 2007 freischaffend; Aufträge für Graffitiarbeiten im öffentlichen Raum

seit 2010 Mitarbeiter der Kunstgalerie Altes Rathaus in Fürstenwalde

seit 2018 kuratorische Leitung; Organisation und Durchführung von Workshops in den Fachbereichen Druckgrafik und Illustration/Comic

seit 2020 Hinwendung zur plastischen Arbeit

 

Ilka Raupach, Preis für Plastik/Installation

Bildhauerei, Malerei; lebt und arbeitet in Caputh;

1976 in Hennigsdorf geboren

1996–2000 Ausbildung zur Elfenbeinschnitzerin in Michelstadt, Uummannaq/Grönland und Ilulissat/Grönland, Meisterabschluss

2000–2005 Studium der Bildhauerei und der Kunst an der Burg Giebichenstein – Hochschule für Kunst und Design Halle (Saale) und der Kunst- und Designhochschule in Bergen/Norwegen, Diplom

2009–2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Architekturbezogene Kunst der Technischen Universität Braunschweig

Mitglied des Brandenburgischen Verbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BVBK), der Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden (GEDOK Brandenburg) und der Organisation sculpture network

 

Micha Winkler, Preis für Fotografie

Fotografie; lebt und arbeitet in Elisenau bei Ahrensfelde

1958 in Berlin geboren

1975–1978 Ausbildung zum Zerspanungsfacharbeiter

1979–1983 autodidaktische Hinwendung zur Fotografie

1979–1989 Tätigkeit als Haushandwerker

1986–1988 Ausbildung an der Spezialschule für Fotografie der Bezirkskulturakademie Berlin-Mitte

1984–1989 nebenberufliche Auftragsarbeiten für Zeitungen

1990–1993 Tätigkeit als Theaterfotograf und im Bereich Öffentlichkeitsarbeit bei WERK-ART Berlin

seit 1994 freischaffend

 

Julius Anger, Nachwuchsförderpreis

Bildhauerei, Videokunst, Malerei, Grafik; lebt und arbeitet in Briesen (Mark)

Mitglied des Vereins Raum für Kunst Halle (Saale)

1992 in Potsdam geboren

2011–2014 Reisen nach Indien, in die Türkei, durch Südostasien und Europa

2014–2020 Studium der Bildhauerei bei Bruno Raetsch an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale)

 

Sylvia Hagen, Preis für ein Lebenswerk

Bildhauerei, Grafik; lebt und arbeitet in Altlangsow

1947 in Treuenbrietzen geboren

1966 Abitur und Bautischlerlehre

1966–1969 Medizinstudium an der Humboldt-Universität zu Berlin

1971–1976 Studium der Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin

ab 1976 Mitglied des Verbandes Bildender Künstler der DDR (VBK); seitdem freischaffend

Mitglied des Brandenburgischen Verbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BVBK) und der Gemeinschaft der Künstlerinnen und Kunstfördernden (GEDOK Brandenburg)

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.schlssneuhardenberg.de

 

Weitere Informationen