Verein Langes Haus Altfriedland gewinnt den Deutschen Nachbarschaftspreis
Was vor einigen Jahren noch ein verwildertes Gelände war, ist heute ein lebendiger Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft. Rund um das etwa 300 Jahre alte Lange Haus in Altfriedland, einem Ortsteil der Gemeinde Neuhardenberg, ist ein Ort entstanden, an dem Menschen verschiedener Generationen zusammenkommen.
Dieses ehrenamtliche Engagement findet nun bundesweit Anerkennung: Das Lange Haus gehört zu den 16 Landessiegern des Deutschen Nachbarschaftspreises 2026 und wurde als Siegerprojekt für Brandenburg ausgezeichnet.
Damit verbunden ist ein Preisgeld von 2000 Euro. Insgesamt hatten sich deutschlandweit 957 Projekte beworben, von denen 80 für den Preis nominiert wurden.
Dorfbackofen, Kräutergarten und Heimatstube
Seit rund sechs Jahren engagieren sich Mitglieder des Vereins „Langes Haus Altfriedland“ dafür, das historische Gebäude und sein Umfeld wieder mit Leben zu füllen. Dabei geht es nicht nur um den Erhalt des Hauses, sondern vor allem darum, einen Ort für die Dorfgemeinschaft zu schaffen. Der Dorfbackofen lädt zu gemeinsamen Aktivitäten ein, im Kräutergarten wird Natur erlebbar und die Heimatstube vermittelt Einblicke in die Geschichte des Ortes.
Mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis würdigt die nebenan.de‑Stiftung seit 2017 Initiativen, die sich für ein lebendiges Miteinander in ihrem unmittelbaren Umfeld einsetzen. „Die Landessiegerprojekte stärken mit ihrem Mut und ihrer Tatkraft den gesellschaftlichen Zusammenhalt in ihrer direkten Umgebung“, erklärt Stiftungsgeschäftsführerin Katharina Roth. Die Auszeichnung soll den Projekten zugleich mehr öffentliche Aufmerksamkeit verschaffen.
Auszeichnung soll Zukunft des Langen Hauses stärken
Die Freude über die Auszeichnung ist bei den Beteiligten groß. „Wir freuen uns sehr über die Wertschätzung“, sagt Ulrich Dahl vom Vorstand des Verein Langes Haus gegenüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Mit dem Preis verbinde sich nicht nur eine finanzielle Unterstützung, sondern auch die Hoffnung auf mehr öffentliche Aufmerksamkeit für das Projekt. Diese könne helfen, die Zukunft des Langen Hauses weiterzugestalten.
Auch Neuhardenbergs Bürgermeister Denny Rüdiger (parteilos) freut sich über die Auszeichnung. „Ich finde es großartig, was die Ehrenamtlichen in Altfriedland auf die Beine gestellt haben“, sagt er auf Nachfrage. Vieles von dem, was durch freiwilliges Engagement entsteht, geschehe nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit. Umso wichtiger sei es, diese Arbeit sichtbar zu machen und entsprechend zu würdigen. Genau das leiste der Deutsche Nachbarschaftspreis. Mit dem Langen Haus sei ein Ort der Begegnung entstanden, dessen Bedeutung weit über Altfriedland und die Gemeinde Neuhardenberg hinausreiche.
(Quelle: Moz 09.10.26)