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Evangelische Kirchengemeinde Neuhardenberg-Gusow

Betreute Ortschaften: Neuhardenberg, Quappendorf, Wulkow b. Trebnitz, Gusow-Platkow, Kiehnwerder

 

Geschichte der Schinkel-Kirche

Die dem Schlossareal unmittelbar benachbarte Kirche von Neuhardenberg wurde in ihrer heutigen Form im Wesentlichen von Karl Friedrich Schinkel entworfen, der sich 1801 als junger Architekt mit Planungen für das durch einen Brand schwer beschädigte barocke Vorgängergebäude befasste. Die Bauarbeiten begannen daher noch unter Prittwitzscher Verwaltung und wurden nach 1814 auf Betreiben des Fürsten von Hardenberg weitergeführt. Schinkel ließ eine Flachdecke einziehen, entwarf einen Turm mit flachem Kegeldach und gliederte und gestaltete den Innenraum neu. Auf Betreiben Carl Friedrich Zelters erhielt die Kirche eine Buchholz-Orgel. Am 31. Oktober 1817, dem 300. Jahrestag von Martin Luthers Thesenanschlag zu Wittenberg, wurde die Kirche feierlich geweiht.

Im Kirchenraum befindet sich ein höchst außergewöhnlicher Gegenstand: das Herz des 1822 zu Genua verstorbenen Staatskanzlers, das fünf Jahre nach Einweihung der Kirche in der Rückwand der Mensa seinen Platz fand und dort bis heute zu besichtigen ist.

1924 stiftete Carl-Hans Graf von Hardenberg anlässlich der Geburt seines Sohnes Friedrich-Carl eine Orgel, die vom Orgelbaubetrieb W. Sauer in Frankfurt (Oder) errichtet wurde. Die zwischenzeitlich nicht mehr funktionstüchtige Orgel ist zuletzt im Jahr 2022 umfassend restauriert worden und erklingt seitdem in alter Klangfülle.

Quelle: Stiftung Schloss Neuhardenberg